Besser als die Profis
Haus kaufen oder bauen?
Am Anfang stand ein altes Haus: Mehr aus einer Laune heraus denn aus Notwendigkeit hatten Joanna Smeerd und Stefan Müller sich ein altes Haus angesehen. „Das Haus,“ erinnert sich Stefan Müller, „war zwar sehr günstig aber auch sehr schrottig. Aber damals begannen wir uns für Immobilien zu interessieren. Das passte irgendwie in unsere Lebensplanung.“ In der Folgezeit spielte das Paar dann verschiedene Denkmodelle durch: Ein Haus kaufen oder bauen – es gab gute Gründe sowohl für die eine wie die andere Möglichkeit.
Trotzdem stand der Entschluss, ein neues Haus zu bauen, bereits nach relativ kurzer Zeit fest: „Dann ist das Haus auch so, wie wir es haben möchten. Wir können Einfluss nehmen auf die Baustoffe sowie die Wärmedämmung und modernste Technik einsetzen. Alles ist definitiv neu. Bei einem gekauften bestehendem Haus hätten wir uns mit den Gegebenheiten arrangieren müssen.“
Ein wenig fürchteten sie sich vor hohen Renovierungs- und Sanierungskosten, die bei alten Häusern ja nicht immer genau im Voraus zu kalkulieren sind. „Hinzu kam“, so Stefan Müller, „dass damals die Zinsen sehr günstig waren. Das machte die Sache letztlich bezahlbar.“
Grundstück suchen
So schnell die Entscheidung für den Hausbau gefallen war, die Grundstückssuche gestaltete sich als sehr langwierig. Stefan Müller, der in seiner Heimatstadt sehr verwurzelt ist, wollte gerne in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben und Grundstücke im Großraum von Köln sind knapp. Schließlich aber fand sich ein zentral gelegener Bauplatz, der – zunächst mit Rückgaberecht – gekauft wurde. Anfangs war nicht sicher, ob der Bauantrag tatsächlich erteilt wird. Es sollte dann noch einmal ein halbes Jahr dauern, bis die Baugenehmigung vorlag.
Hausanbieter suchen
Die Zwischenzeit nutzte das Paar zur Information. Die zahlreichen Häuser jedoch, die sich die Beiden ansahen, entsprachen ganz und gar nicht ihren Vorstellungen und kamen daher nicht in Frage. „Wir wussten ja sehr genau, wie unser Haus aussehen sollte“, erklärt Joanna Smeerd, „und da ist es natürlich schwierig, etwas Entsprechendes von einem Fertighausanbieter zu finden. Das hätte auch unseren Kostenrahmen gesprengt. Und massiv wäre uns schon von Anfang an am liebsten gewesen.“
Entscheidung für's Selberbauen
Ein Selbstbaubuch, das der handwerklich interessierte Bauherr zu Weihnachten geschenkt bekam, brachte schließlich die Entscheidung. Nach den Feiertagen stand für beide fest: Wir bauen mit Porenbeton und – was anfangs nicht unbedingt geplant war – wir bauen selbst.
Individuelle Beratung
Die in den ersten Monaten des neuen Jahres hinzukommende zusätzliche Beratung von Ytong Bausatzhaus Rhein-Sieg-Oberberg, einem regionalen Partner von Ytong Bausatzhaus, hatte sie dann endgültig von den Vorteilen des Selberbauens überzeugt: „So konnten wir unsere individuellen Vorstellungen kompromisslos realisieren.“ Schon als es um die Baugenehmigung ging, hatte sich Geschäftsführer Johannes Hermann bewährt. „Unser Antrag,“ so Stefan Müller, „kam nur deswegen durch, weil Johannes Hermann über gute Kontakte zum Bauamt verfügte. Er hat für uns alle Hebel in Bewegung gesetzt.“ Die Erledigung der notwendigen Formalitäten rund ums Bauen sind im übrigen im Liefer- und Leistungsumfang des Ytong Bausatzhaus-Partners enthalten.
Bauen mit dem natürlichen Baustoff Ytong
Mitentscheidend für den Entschluss, ein Ytong Bausatzhaus zu bauen, waren jedoch auch ökologische Aspekte. „Mit Ytong,“ so die Ärztin Joanna Smeerd, „hatten wir einen Baustoff gefunden, der ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird.“ „Außerdem,“ ergänzt Stefan Müller, „wollten wir von der hohen Wärmespeicherfähigkeit des Porenbetons profitieren, der Temperaturschwankungen ausgleicht und so das ganze Jahr über für ein gleichmäßiges Raumklima sorgt.“
Energieeffizient bauen ohne zusätzliche Wärmedämmung
Schon eine Wanddicke von 36,5 cm reicht als Wärmeschutz nach der neuen Energieeinsparverordnung aus, ohne dass eine zusätzliche kostenaufwändige Wärmedämmung der Außenwände notwendig ist. Die einzelnen Komponenten des Systems sind genau aufeinander abgestimmt. Sie können luftdicht zusammengefügt werden, so dass durch Mauerfugen keine Wärme von innen nach außen entweichen kann. Umgekehrt kommt von draußen auch keine Kälte in die geheizte Wohnung. „Das System,“ erklärt Müller, „ermöglichte es mir, eine monolithische, gut gedämmte Gebäudehülle zu erstellen.“ Gleichzeitig bietet die vollständig luftdicht geschlossene Ytong-Konstruktion auch Schutz für Allergiker. Schadstoffe, die bei undichten Gebäudehüllen ins Hausinnere gelangen, bleiben außen vor.
Individueller Entwurf
Mit fertigen Plänen, in die alle Ideen und Wünsche aus der langen Informationsphase eingeflossen waren, wandten sich Joanna Smeerd und Stefan Müller an Johannes Hermann mit der Bitte um ein Angebot. Gezeichnet wurden die Pläne von einer Schwester der Bauherrin, die gelernte Bauzeichnerin war und damals Architektur studierte. Entstehen sollte ein zweistöckiges Gebäude mit Keller und einem großzügigen, zur Küche hin offen gestalteten Wohn-Ess-Bereich im Erdgeschoss. Oben sind Kinderzimmer, Elternschlaf- und Arbeitszimmer sowie ein großes Bad. Gekrönt wird das Ganze durch ein Pultdach, das mit großen Fenstern für viel Licht im Inneren sorgt. Eine ursprünglich nicht geplante Garage fiel als zusätzliches Bonbon ab.
Baubeginn
Ende August war es dann soweit: Der Aushub der Baugrube konnte beginnen. Dazu ließ der Bauherr einen Fachmann aus der Gegend kommen. Und auch für die Bodenplatte holte er sich professionelle Hilfe. „Ich hatte Angst, dass wir das mit der Bewehrung nicht richtig hinbekommen.“ Heute würde er sich das zutrauen: „Aber über die Erfahrung, die ich in der Zwischenzeit gesammelt habe, verfügte ich damals nicht.“ Die einzelnen Arbeiten wurden vom Ytong Bausatzhaus-Partner koordiniert, der auch die entsprechenden Unternehmen empfohlen hatte.
Mauern
Anfang September, schon zwei Tage, nachdem der Stahlfaserbeton für die Bodenplatte eingebracht wurde, konnte mit dem Mauern der Kellerwände begonnen werden. Zunächst kam ein Ytong Bausatzhaus-Vorführmeister auf die Baustelle und zeigte, wie es geht. Dazu setzte er die erste Reihe in ein Mörtelbett, richtete sie anschließend mit Gummihammer und Wasserwaage exakt aus, um Unebenheiten in der Bodenplatte auszugleichen und gab noch den einen oder anderen Tipp. Dann wurde reihum hochgemauert. Kleinere Probleme oder Fragen, die sich später hin und wieder ergaben, konnten mit Hilfe von Ytong Bausatzhaus-Partner Johannes Hermann, der im Rahmen der Bauleitung den Bauherrn regelmäßig auf der Baustelle besuchte, geklärt werden.
Regelmäßige Baustellenbesuche
Die regelmäßigen Baustellenbesuche sind fester Bestandteil der Betreuung. Meist dienen sie jedoch weniger der fachkundigen Beratung, als der freundschaftlichen Kontaktpflege. „Meistens,“ berichtet Johannes Hermann aus Erfahrung, „entwickelt sich in der Planungsphase ein persönlicher Kontakt, der die Zusammenarbeit sehr erleichtert.“ Ohnehin hat er die Erfahrung gemacht, dass die Bauherren in der Regel nicht viele Fragen haben und mit ihrer Arbeit gut zurecht kommen. Er führt dies auf das große persönliche Interesse zurück, das dahinter steckt: „Bei privaten Bauherren ist die Motivation für eine perfekte Ausführung besonders hoch.“
Perfekte Ausführung beim Selberbauen
Eine Beobachtung, die Stefan Müller nur bestätigen kann: „Nachbarn haben mit einem professionellen Bauunternehmen gebaut. Wir haben schnell gesehen, dass wir viel sauberer und ordentlicher gebaut haben als die Profis.“ An jeden Stein legte Stefan Müller die Wasserwaage an. „Das ist natürlich ein sehr hoher Aufwand. Das macht ein Profi nicht. Aber wenn man selbst sein eigenes Haus baut, dann ist es das einem wert.“
Enger Kontakt mit dem Bausatzhaus-Partner
Zu schätzen wussten Joanna Smeerd und Stefan Müller vor allem die individuelle Betreuung: „Es ist gut, immer wieder bestätigt zu bekommen, dass alles wie geplant abläuft. Wir hatten einen persönlichen Ansprechpartner und kein anonymes Unternehmen, das dahinter steht. Viele Detailfragen konnten so schnell und unkompliziert direkt vor Ort entschieden werden.“ Und auch nachdem der Bau eigentlich längst abgeschlossen war, brach der Kontakt nicht ab: „Johannes Hermann ist nach wie vor engagiert. Es ist immer noch sein Projekt.“
Fertigstellung des Rohbaus
Der Rohbau wuchs schnell. Bereits zwei Wochen nach dem Versetzen der ersten Steine war der Keller fertig. Bis zum Dezember stand der Rohbau. Im Durchschnitt arbeitete Stefan Müller drei Tage pro Woche auf der Baustelle. Als selbständiger IT-Manager konnte er sich die Zeit frei einteilen. Joanna Smeerd dagegen war abhängig von den Dienstplänen im Krankenhaus und half vor allem am Wochenende mit.
Handfeste Vorteile von Ytong Steinen
Beim Mauern wurde deutlich, dass der Baustoff neben seinen ökologischen Aspekten speziell Selberbauern handfeste Vorteile bietet. Müller war überrascht, wie unproblematisch die Verarbeitung des Materials auch für Ungeübte war: Stein für Stein setzte er in eine 1 bis 2 mm dicke Lagerfuge aus Planblockmörtel. Dieser ließ sich mit einer Kelle, die in ihren Abmessungen der Dicke des Mauerwerks entsprach, leicht auftragen. Durch das Nut- und Federsystem konnten die Steine in der Stoßfuge so genau aneinandergefügt werden, dass die Fuge anschließend nicht mehr aufwändig vermörtelt werden musste.
Einfache Verarbeitung auf der Baustelle
Die für ihre Größe relativ leichten Steine ließen sich gut anheben und präzise nebeneinander platzieren. Seitliche Grifftaschen erleichterten die Arbeit zusätzlich und sorgten außerdem dafür, dass der Rücken durch das häufige Bücken nicht zu stark belastet wurde. Pass-Stücke, etwa für Ecken oder Tür- und Fensteröffnungen konnten leicht mit der Handsäge oder mit einer elektrischen Bandsäge passend zugeschnitten werden.
Nachträgliche Änderungen kein Problem
„Das Schönste am Selbstbauen aber war,“ erinnert sich Joanna Smeerd, „dass wir noch nachträglich Änderungen ausführen konnten.“ So wurden in den Räumen der oberen Etage nachträglich vier weitere Fenster eingefügt und der Wohnraum im Erdgeschoss durch einen Erker erweitert. Zwei zusätzliche und zunächst auch nicht geplante Dachfenster geben den Blick auf die landschaftlich schöne Umgebung frei. „Es wäre schade, wenn wir diese Aussicht nicht genießen könnten!“
Zeit sparen beim Innenausbau
Beim Innenausbau, den der Computerspezialist ebenfalls weitgehend selbst ausführte, profitierte der Bauherr ebenso von den guten Verarbeitungseigenschaften des Baustoffs Porenbeton wie vorher bei der Erstellung des Rohbaus: Schlitze für Leitungen und Installationsrohre wurden mit einem Rillenkratzer oder einer Mauerfräse hergestellt. Das zeit- und kraftaufwändige Stemmen von Maueröffnungen entfiel damit.
Rückblick
Rund ein Jahr nach Baubeginn konnten Joanna Smeerd und Stefan Müller in ihr neues Haus einziehen. Seitdem hält Baby Jakob die beiden auf Trab. Rückblickend war der Bau der eigenen vier Wände ein Erlebnis, an das sie ein Leben lang gerne zurückdenken werden.
Durch Eigenleistung Kosten gespart
Die gesamten Baukosten für das individuell geplante schlüsselfertige Haus nebst Garage lagen bei 228.000 Euro inklusive Erschließungsgebühren, wovon Joanna Smeerd und Stefan Müller jedoch nur 170.000 Euro finanzieren mussten. Gut 58.000 Euro hatten sie insgesamt durch Eigenleistung erwirtschaftet. Davon konnten allein 26.000 Euro beim Rohbau eingespart werden, der so inklusive Bodenplatte, Dachstuhl, Dachdeckerarbeiten und Montage von Haustür und Fenstern nur noch 82.000 Euro kostete. Weitere 32.000 Euro sparten sie beim Innenausbau, der allerdings immer noch mit 60.000 Euro zu Buche schlug.

