Denn sie wussten, was sie tun
Ein Grundstück, was es in sich hat
Rund ein halbes Jahr waren Doris Müller und Jan Hendriksen auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück. Beide sind beruflich flexibel und waren daher nicht an einen bestimmten Ort gebunden. „Es sollte schon im Großraum Köln sein,“ erzählt Doris Müller, „und ein Autobahnanschluss in der Nähe war auch Bedingung. Darüber hinaus war es uns egal, ab wo wir im Stau stehen. Wir haben daher einfach einen Radius von 20 km rund um die Domstadt geschlagen und in diesem Bereich gesucht. Irgendwann sind wir hier gelandet.“
Den Bauplatz im Aggertal fanden sie schließlich durch ein Zeitungsinserat. Jan Hendriksen erinnert sich noch genau: „Das erste Mal waren wir an einem Sonntag im Februar hier. Alles war verschneit, einfach wunderschön – es war Liebe auf den ersten Blick.“
Und von dieser Liebe wollten sie auch später nicht mehr ablassen, als die Bauträger und Hausanbieter, bei denen sie sich parallel zur Grundstückssuche informiert hatten, versuchten, sie von anderen Bauplätzen zu überzeugen. Heute lachen die Beiden darüber: „Die haben riesige Debatten vom Zaun gebrochen, als sie dieses Grundstück gesehen haben. Die einen sagten, da muss der Hang gesprengt werden’. Andere meinten, ‚das ist nicht zu bezahlen’ und wo denn der Kran stehen solle. Alles Mögliche fiel denen ein, um uns das Grundstück auszureden. Das war insgesamt nicht sehr ermutigend.“
Selberbauen?
Von vielen Kontakten, bei denen Doris Müller und Jan Hendriksen damals erste Informationen eingeholt hatten, haben sie nie wieder etwas gehört. „Nur einer,“ so Jan Hendriksen, „ließ sich von den örtlichen Gegebenheiten nicht weiter erschrecken und malte uns nicht dauernd Horror-Szenarien aus. Das war Ytong Bausatzhaus Rhein-Sieg-Oberberg, ein regionaler Partner von Ytong Bausatzhaus.“ Und weil sie das Thema Selbstbau ohnehin ernsthaft in Erwägung gezogen hatten, unterschrieben sie schließlich den Planungsauftrag bei Bausatzhaus-Partner Johannes Hermann.
„Massiv war uns sowieso am liebsten und wir waren damals sicher,“ erklärt Doris Müller den Entschluss, „dass wir unsere Vorstellungen am besten realisieren können, wenn wir selbst bauen.“ Nach der langen Informationsphase im Vorfeld wussten beide genau, wie ihr Traumhaus aussehen sollte: „Wir haben das volle Programm durchgezogen und sind in jedem Musterhaus gewesen. Von überall haben wir Ideen mitgenommen.“
Ytong Bauherrentage
Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, nahm das Ehepaar Müller/Hendriksen im nahegelegenen Ytong-Werk in Köln auch an den Bauherrentagen von Ytong Bausatzhaus teil. Dabei können Interessenten ihre Fähigkeiten zum Selberbauen ausprobieren und in praktischen Vorführungen und unter fachkundiger Anleitung von Vorführmeistern selbst Hand anlegen. Praxisorientierte Informationen von erfahrenen Bauspezialisten, die zu allen Fragen kompetent Rede und Antwort stehen, sorgen für das theoretische Rüstzeug.
Ökologisch bauen mit Ytong
Jan Hendriksen war sofort von den Vorteilen des Selberbauens überzeugt: „Das war alles ganz leicht. Ich glaube, es gibt keinen Baustoff, der so einfach zu bearbeiten ist wie Porenbeton.“ Hinzu kamen ökologische Aspekte. „Mit Ytong,“ so die Pharmareferentin Doris Müller, „hatten wir einen Baustoff gefunden, der ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird.“ „Außerdem,“ ergänzt Hendriksen, „wollten wir von der hohen Wärmespeicherfähigkeit des Porenbetons profitieren, der Temperaturschwankungen ausgleicht und so das ganze Jahr über für ein gleichmäßiges Raumklima sorgt.“
Energieeffizient bauen mit Ytong
Schon eine Wanddicke von 36,5 cm reicht als Wärmeschutz nach der neuen Energieeinsparverordnung aus, ohne dass eine zusätzliche kostenaufwändige Wärmedämmung der Außenwände notwendig ist. Die einzelnen Komponenten des Systems sind genau aufeinander abgestimmt. Sie können luftdicht zusammengefügt werden, so dass durch Mauerfugen keine Wärme von innen nach außen entweichen kann. Umgekehrt kommt von draußen auch keine Kälte in die geheizte Wohnung. „Das System,“ erklärt Hendriksen, „ermöglichte es mir, eine monolithische, gut gedämmte Gebäudehülle zu erstellen.“ Kurzfristig habe er überlegt, zusätzlich einen Dämmputz aufzutragen. Dies sei aber von Fachleuten als unnötig beurteilt und entsprechend von ihm dann wieder verworfen worden. Heizkosten von nur 600 Euro für das gesamte erste Jahr bestätigen seine Überlegungen.
Schutz für Allergiker
Zusätzlich zur hohen Wärmedämmung bietet die vollständig luftdicht geschlossene Ytong Konstruktion auch Schutz für Allergiker. Schadstoffe, die bei undichten Gebäudehüllen ins Hausinnere gelangen, bleiben außen vor.
Aushub der Baugrube
Nachdem die Pläne fertig und sämtliche Formalitäten erledigt waren – die Abwicklung des notwendigen Papierkriegs rund ums Bauen sind im übrigen im Liefer- und Leistungsumfang des Ytong Bausatzhaus-Partners enthalten – war es dann soweit: Der Aushub der Baugrube konnte beginnen. Entstehen sollte ein dreistöckiges Haus, das mit fast 14 Metern eine imposante Höhe für ein Einfamilienhaus aufweist und dabei von einem sehr steilen Hanggrundstück profitiert, das mit traditioneller Planung nur schwierig zu bebauen gewesen wäre. Für den Bauherrn eine Herausforderung der besonderen Art: „Ich bin nämlich nicht schwindelfrei und musste dabei jeden Tag aufs Neue meine Ängste überwinden. Aber“, schätzt Hendriksen: „mit dem gängigen Angebot an Fertighäusern wäre eine Bebauung des Grundstücks nicht realisierbar gewesen. Die hätten einfach nicht flexibel genug an die Verhältnisse hier angepasst werden können. Oder nur zu enorm hohen Kosten. Das wäre dann nicht mehr bezahlbar gewesen.“
Ein durchdachter Grundriss
Knapp 300 m² Wohnfläche bietet das Haus insgesamt. Das Familienleben konzentriert sich auf die obere Etage. Hier wird das Haus betreten, hier sind die Küche und das große Ess- Wohnzimmer, alles offen gestaltet. In der Mitte ist der Schlafbereich mit Bad und Büro. Beide Etagen verfügen über einen großen, umlaufenden Balkon, der beste Aussicht über das Aggertal bietet. Ganz unten befindet sich eine separate Einliegerwohnung mit Terrasse. Wegen der engen und zu beiden Seiten bebauten Straße befindet sich auf dem Grundstück außerdem eine zweistöckige Doppelgarage, deren Untergeschoss als Keller- und Abstellraum genutzt wird.
Bodenplatte in Stahlfaserbeton
Für den Aushub der Baugrube ließ das Paar einen Fachmann aus der Gegend kommen. Der kannte sich vor allem gut mit den schwierigen Geländeverhältnissen aus. Aber schon die Bodenplatte erstellten sie in Eigenleistung und setzten dafür Stahlfaserbeton ein. „Man weiß,“ erinnert Jan Hendriksen sich, "man gießt das Fundament für sein eigenes Haus, das ist schon spannend.“
Der Ablauf der Arbeiten wurde vom Ytong Bausatzhaus-Partner koordiniert, der auch die entsprechenden Unternehmen empfohlen hatte und den Bauherrn speziell beim Einbringen der Bodenplatte aktiv unterstützte. „Dank der Planung von Herrn Hermann,“ lobte Doris Müller, „klappte alles sehr gut und reibungslos.“
Das Mauern unter Anleitung durch den Ytong-Vorführmeister
Zwei Tage, nachdem der Stahlfaserbeton für die Bodenplatte eingebracht war, konnte mit dem Mauern der Wände für die Einliegerwohnung begonnen werden. Zunächst kam ein Ytong Bausatzhaus-Vorführmeister auf die Baustelle und zeigte, wie es geht. Dazu setzte er die erste Reihe in ein Mörtelbett, richtete sie anschließend mit Gummihammer und Wasserwaage exakt aus, um Unebenheiten in der Bodenplatte auszugleichen und gab noch den einen oder anderen Tipp. Dann wurde reihum hochgemauert. Kleinere Probleme oder Fragen, die sich später hin und wieder ergaben, konnten mit Hilfe von Ytong Bausatzhaus-Partner Johannes Hermann, der im Rahmen der Bauleitung den Bauherrn regelmäßig auf der Baustelle besuchte, geklärt werden.
Individuelle Betreuung durch den Bausatzhaus-Partner
Die regelmäßigen Baustellenbesuche sind fester Bestandteil der Betreuung. Meist dienen sie jedoch weniger der fachkundigen Beratung, als der freundschaftlichen Kontaktpflege. “Fast immer“, berichtet Johannes Hermann aus Erfahrung, „entwickelt sich in der Planungsphase ein persönlicher Kontakt, der die Zusammenarbeit sehr erleichtert.“ Ohnehin hat er die Erfahrung gemacht, dass die Bauherren in der Regel nicht viele Fragen haben und mit ihrer Arbeit gut zurecht kommen. Er führt dies auf das große persönliche Interesse zurück, das dahinter steckt: „Bei privaten Bauherren ist die Motivation für eine perfekte Ausführung besonders hoch.“
Doris Müller und Jan Hendriksen wussten die individuelle Betreuung zu schätzen: „Es ist gut, immer wieder bestätigt zu bekommen, dass alles wie geplant abläuft. Wir hatten einen persönlichen Ansprechpartner und kein anonymes Unternehmen, das dahinter steht. Viele Detailfragen konnten so schnell und unkompliziert direkt vor Ort entschieden werden.“
Richtfest
Der Rohbau wuchs schnell. Mitte November war bereits Richtfest. Eine Zeit, an die Jan Hendriksen gerne zurückdenkt: „Man hat sofort seine Erfolgserlebnisse. Jeden Tag sieht man die Fortschritte.“ Durchschnittlich hat er gemeinsam mit einem Freund fünf Tage pro Woche nach Feierabend auf der Baustelle gearbeitet. Dabei kam ihm zugute, dass er sich seine berufliche Arbeitszeit frei einteilen konnte. Den Rohbau machten die Männer unter sich aus: Doris Müller hatte sich gleich zu Baubeginn den Arm gebrochen. „Dafür“ lacht Jan Hendriksen, „war die Verpflegung aber sehr gut.“ Trotzdem: 10 kg Gewicht hat er während der Bauphase verloren. „Ich konnte zu der Zeit essen was ich wollte, ich habe abgenommen. Aber ich konnte es gut vertragen.“
Der Baustoff Ytong - Leichte Verarbeitung auf der Baustelle
Beim Mauern wurde deutlich, dass der Baustoff neben seinen ökologischen Aspekten speziell Selberbauern handfeste Vorteile bietet. Hendriksen war überrascht, wie unproblematisch die Verarbeitung des Materials auch für Ungeübte war: Stein für Stein setzte er in eine 1 bis 2 mm dicke Lagerfuge aus Planblockmörtel. Dieser ließ sich mit einer Kelle, die in ihren Abmessungen der Dicke des Mauerwerks entsprach, leicht auftragen. Durch das Nut- und Federsystem konnten die Steine in der Stoßfuge so genau aneinandergefügt werden, dass die Fuge anschließend nicht mehr aufwändig vermörtelt werden musste.
Die für ihre Größe relativ leichten Steine ließen sich gut anheben und präzise nebeneinander platzieren. Seitliche Grifftaschen erleichterten die Arbeit zusätzlich und sorgten außerdem dafür, dass der Rücken durch das häufige Bücken nicht zu stark belastet wurde. Pass-Stücke, etwa für Ecken oder Tür- und Fensteröffnungen konnten leicht mit der Handsäge oder mit einer elektrischen Bandsäge passend zugeschnitten werden.
Als Vorteil empfanden beide, dass sie spontan nachträgliche Änderungen ausführen konnten: „Manche Dinge sehen in der Realität anders aus, als man sie sich nach Plan vorstellt. Wenn wir nicht selbst gebaut hätten, wäre dies richtig teuer geworden.“
Auch beim Innenausbau, den der Diplomingenieur ebenfalls teilweise selbst ausführte, profitierte der Bauherr ebenso von den guten Verarbeitungseigenschaften des Baustoffs Porenbeton wie vorher bei der Erstellung des Rohbaus: Schlitze für Leitungen und Installationsrohre wurden mit einem Rillenkratzer oder einer Mauerfräse hergestellt. Das zeit- und kraftaufwändige Stemmen von Maueröffnungen entfiel damit.
Selber gebaut und Kosten gespart
Rund 10 Monate nach dem ersten Spatenstich konnten Doris Müller und Jan Hendriksen in ihr neues Zuhause einziehen. Seitdem genießen sie das ungläubige Erstaunen bei Freunden und Bekannten, die kaum glauben wollen, dass das großzügige Haus tatsächlich selbst gebaut ist.
Die gesamten Baukosten für das individuell geplante schlüsselfertige Haus nebst Garage lagen bei 386.000 € inklusive Erschließungsgebühren. Gut 74.300 € hatten sie insgesamt durch Eigenleistung erwirtschaftet. Davon konnten allein 35.000 € beim Rohbau eingespart werden, der so inklusive Bodenplatte, Dachstuhl, Dachdeckerarbeiten und Montage von Haustür und Fenstern nur noch 190.000 € kostete. Weitere 39.000 € sparten sie beim Innenausbau, der allerdings immer noch mit 196.000 € zu Buche schlug.

