Zusammen und doch für sich
Schon in jungen Jahren, erzählt Jana Reche, habe ihr Mann Uwe geplant, ein Haus für seine Eltern zu bauen und mit ihnen zusammenzuziehen. Und weil auch sie selbst sich bestens mit der Schwiegermutter versteht, machten die beiden sich viele Jahre später daran, den Kindheitstraum von Uwe Reche zu verwirklichen und begaben sich auf die Suche nach einem Grundstück. Von Anfang an war Jana und Uwe Reche dabei klar, dass sie zwei Wohneinheiten nur dann ‚stemmen’ können, wenn sie ein hohes Maß an Eigenleistung einbringen.
Selberbauen - Eine kluge Entscheidung
Mit dem Ytong Bausatzhaus-System, das mit modular aufeinander abgestimmten Bauteilen speziell auf den Selbstbau ausgerichtet ist, gelang es ihnen, ihre Idee zu realisieren. Dabei sparten sie nicht nur durch Eigenleistung viel Geld, sondern auch durch die Verarbeitung von großformatigen Ytong-Steinen. Die massive Gebäudehülle aus hochwärmedämmendem Porenbeton und die Kombination mit einem Ytong-Massivdach beschert der Familie dauerhaft niedrige Heizungsrechnungen. Außerdem erhielten sie ein Haus, das genau ihren Wünschen entspricht.
Viele Gründe für ein Mehrgenerationen-Haus
Natürlich gab es für die Reches auch praktische Gründe, um mit der Mutter des Bauherrn zusammenzuziehen: „Die Oma passt ab und zu auf die Kinder auf. Das ist schon praktisch, wenn man weiter arbeiten möchte,“ sagt Jana Reche. So sei die Kinderbetreuung gut abgedeckt, ohne dass sie sich sorgen müssten. Außerdem könnten die Kinder so früher aus dem Hort nach Hause kommen. „Und später,“ sagt Jana Reche, „man mag gar nicht daran denken, aber wenn sie einmal unsere Hilfe benötigt, sind wir in ihrer Nähe und es ist einfacher, sie zu unterstützen.“
Grundstück gesucht und gefunden
Rund ein Jahr suchten die Beiden nach einem geeigneten Bauplatz. Beide waren in ihrem Heimatort sehr verwurzelt und wollten daher gerne in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben. Per Zufall hörten sie schließlich von einer Erbengemeinschaft, die ein Garagengelände verkaufen wollte. „Preis und Größe passten,“ erinnert sich Uwe Reche, „wir haben sofort zugeschlagen.“ Innerhalb eines Monats lag auch die Baugenehmigung vor. „Das musste damals alles sehr schnell gehen“, erzählt Uwe Reche, „weil zum Jahresende die Eigenheimzulage auslief und die wollten wir uns doch sichern.“
Bauherr und Bausatzhaus-Partner - Die Chemie stimmt
Bis zum ersten Spatenstich dauerte es jedoch noch einmal fast 9 Monate. In der Zwischenzeit mussten die 24 baufälligen Garagen, die auf dem Grundstück standen, abgerissen und entsorgt werden. Vor allem aber nutzte das Ehepaar die Zeit zur Information. Da das ursprünglich geplante Holzhaus - Uwe Reche arbeitet als Holzbauingenieur bei einer Küchenfirma - nicht genehmigt wurde, entschieden sie sich für die Massivbauweise. Zur ersten Information nahmen sie Kontakt mit der Bausatzhaus GmbH in Coswig bei Dresden, einem regionalen Partner von Ytong Bausatzhaus, auf. „Die ersten Gespräche,“ lobt Uwe Reche, „verliefen bereits so erfreulich, dass wir nicht weiter gesucht haben und schließlich mit Ytong Bausatzhaus-Partner Steffen Franz ins Geschäft gekommen sind.“ „Freunde,“ ergänzt Jana Reche, „die bereits selbst ein Haus mit Ytong gebaut haben, überzeugten uns zusätzlich von den Selbstbau-Vorteilen des Baustoffs Porenbeton.“
Ökologisch Bauen mit Ytong Porenbeton
Hinzu kamen ökologische Aspekte. „Mit Ytong,“ so die Physiotherapeutin Jana Reche, „hatten wir einen Baustoff gefunden, der ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird.“ „Außerdem,“ ergänzt ihr Mann, „wollten wir von der hohen Wärmespeicherfähigkeit des Porenbeton profitieren, der Temperaturschwankungen ausgleicht und so das ganze Jahr über für ein gleichmäßiges Raumklima sorgt.“ Um den hochwärmedämmenden Baustoff optimal auszunutzen, entschlossen sie sich für eine Tiefenbohrung, um mit Erdwärme zu heizen.
Energieeffizient Bauen mit Ytong Porenbeton
Schon eine Wanddicke von 36,5 cm reicht als Wärmeschutz nach der neuen Energieeinsparverordnung aus, ohne dass eine zusätzliche kostenaufwändige Wärmedämmung der Außenwände notwendig ist. Die einzelnen Komponenten des Systems sind genau aufeinander abgestimmt. Sie können luftdicht zusammengefügt werden, so dass durch Mauerfugen keine Wärme von innen nach außen entweichen kann. Umgekehrt kommt von draußen auch keine Kälte in die geheizte Wohnung. „Das System,“ erklärt Reche, „ermöglichte es mir, eine monolithische, gut gedämmte Gebäudehülle zu erstellen.“ Gleichzeitig bietet die vollständig luftdicht geschlossene Ytong-Konstruktion auch Schutz für Allergiker. Schadstoffe, die bei undichten Gebäudehüllen ins Hausinnere gelangen, bleiben außen vor.
Der Bau beginnt
Im September schließlich war es dann soweit: Mit Unterstützung durch die Ytong Bausatzhaus GmbH Coswig wurden zunächst die Erdarbeiten für die Bodenplatte in Angriff genommen und – „zur Übung,“ wie Uwe Reche sagt, baute er auf dem vorderen Teil des Grundstücks eine geräumige Garage.
Ein halbes Jahr ging anschließend noch einmal ins Land, bis Uwe Reche im März schließlich mit dem Rohbau anfing. Geplant war der Bau von zwei nebeneinander stehenden, jedoch voneinander unabhängigen Häusern – das eine etwas kleiner und ein wenig niedriger als das andere - die durch einen Zwischentrakt miteinander verbunden sind. „Die Grundidee war,“ sagt Jana Reche, „dass wir zwei voneinander unabhängige, abgeschlossene Wohneinheiten haben wollten. So ist man in der Nähe und kann sich gegenseitig helfen. Aber jeder ist selbstständig und hat seine eigene Haustür. Das hat Vorteile für beide Seiten und verhindert Streit.“
Intelligente Nutzung von Räumen
Äußerlich modern im Bauhaus-Stil gestaltet und zinnoberrot angestrichen – sind die beiden Häuser von innen lichtdurchflutet und hell. Die Anregung zu dem frechen Anstrich, der im Ort zunächst für Furore sorgte, haben sie aus der Toskana mitgebracht. Auf 134 m² bietet das Haus der Familie unten ein großes durchgehendes Wohn-/Esszimmer mit offener Küche. Der Raum öffnet sich nach oben hin zum Dach. Ein haushohes Fenster bringt viel Licht hinein und gibt den Blick in den Garten frei. „Wir wollten unbedingt offenes Wohnen,“ erklärt die Bauherrin das Konzept, „dafür haben wir auch einen gewissen Platzverlust in Kauf genommen.“ Oben sind die beiden Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer und ein geräumiges Bad.
Das Haus für die Mutter des Bauherrn zeichnet sich vor allem durch eine geschickte Raumaufteilung und eine intelligente Nutzung des zur Verfügung stehenden Raumes aus. Es verfügt über eine Wohnfläche von 66 m². Im Erdgeschoss sind das geräumige Wohnzimmer und die Küche, oben Gäste- und Schlafzimmer sowie ein Bad untergebracht.
Der schmale, lange Flachbau, der die beiden Häuser miteinander verbindet, wird zur Unterbringung der Haus- und Wärmetechnik sowie für Waschmaschine und Wäschetrockner genutzt.
Der Vorführmeister zeigt, wie es geht
Sicherheitshalber - obwohl Uwe Reche bereits die Garage in Eigenleistung gebaut hatte und somit wusste, wie es geht - kam vor Baubeginn noch einmal ein Ytong Bausatzhaus-Vorführmeister auf die Baustelle. Er setzte die entscheidende erste Reihe in ein Mörtelbett und richtete sie anschließend mit Gummihammer und Wasserwaage exakt aus, um Unebenheiten in der Bodenplatte auszugleichen. Dabei gab er noch den einen oder anderen Tipp und dann wurde reihum hochgemauert. Kleinere Probleme oder Fragen, die sich später hin und wieder ergaben, konnten mit Hilfe von Ytong Bausatzhaus-Partner Steffen Franz, der im Rahmen der Bauleitung den Bauherrn regelmäßig auf der Baustelle besuchte, geklärt werden.
Regelmäßige Besuche auf der Baustelle durch den Bausatzhaus-Partner
Die regelmäßigen Baustellenbesuche sind fester Bestandteil der Betreuung. Meist dienen sie jedoch weniger der fachkundigen Beratung, als der freundschaftlichen Kontaktpflege. „Fast immer“, berichtet Steffen Franz aus Erfahrung, „entwickelt sich in der Planungsphase ein persönlicher Kontakt, der die Zusammenarbeit sehr erleichtert.“ Ohnehin hat er die Erfahrung gemacht, dass die Bauherren in der Regel nicht viele Fragen haben und mit ihrer Arbeit gut zurecht kommen. Er führt dies auf das große persönliche Interesse zurück, das dahinter steckt: „Bei privaten Bauherren ist die Motivation für eine perfekte Ausführung besonders hoch.“
Individuelle Betreuung
Jana und Uwe Reche wussten die individuelle Betreuung zu schätzen: „Es ist gut, immer wieder bestätigt zu bekommen, dass alles wie geplant abläuft. Wir hatten einen persönlichen Ansprechpartner und kein anonymes Unternehmen, das dahinter steht. Viele Detailfragen konnten so schnell und unkompliziert direkt vor Ort entschieden werden.“
Alle helfen mit - so geht es schnell voran
Tatkräftig unterstützt vom Schwiegervater und einem Freund wuchs der Bau schnell. Da Baby Hannes damals gerade 2 Monate alt war, konzentrierte sich Jana Reche vor allem auf die Versorgung der Baumannschaft. „Sie hat uns sehr nachhaltig den Rücken frei gehalten und damit vieles erleichtert,“ lobt ihr Mann.
Insgesamt dauerte es nur etwas mehr als zwei Monate bis zur Fertigstellung des Rohbaus. Nach insgesamt 4 Monaten waren auch die massiven Dachplatten verlegt, das Dach gedeckt und die Fenster drin. Dabei profitierten der Bauherr und seine Helfer von einer dauerhaften Schönwetterperiode: „Wir hatten wahnsinniges Glück. Der Rohbau ist nicht einmal nass geworden. Praktisch war aber auch, dass unsere alte Wohnung in der Nähe lag.“ So konnte Uwe Reche nach einer kurzen Pause und einem Fußweg von gut fünf Minuten fast täglich den Feierabend auf der Baustelle voll ausnutzen.
Leichte Verarbeitung von Ytong Porenbeton auf der Baustelle
Beim Mauern wurde deutlich, dass der Baustoff neben seinen ökologischen Aspekten speziell Selberbauern handfeste Vorteile bietet. Reche war überrascht, wie unproblematisch die Verarbeitung des Materials auch für Ungeübte war: „Es ging tatsächlich so einfach, wie unsere Freunde behauptet hatten.“ Anfangs, gestand er nachträglich, habe er sich schon Gedanken gemacht, ob er das auch schafft. „Aber ich habe mir schließlich gedacht, ich bin praktisch veranlagt und viele andere vor mir haben ihr Haus auch selbst gebaut. Also habe ich angefangen und es war tatsächlich kein Problem.“ Ytong Bausatzhaus-Partner Steffen Franz hat sein Selbstvertrauen zusätzlich gestärkt: „Ich habe ihm immer gesagt, das ist ganz einfach, das können sie auch .“ Und Uwe Reche bestätigt im Nachhinein: „Vor dem Rohbau braucht wirklich keiner Angst zu haben.“ Er würde es glatt noch einmal machen. „Dank der Planung von Herrn Franz,“ lobte Jana Reche, „klappte ja auch alles sehr gut und reibungslos.“
Stein für Stein
Stein für Stein setzte Reche in eine 1 bis 2 mm dicke Lagerfuge aus Planblockmörtel. Dieser ließ sich mit einer Kelle, die in ihren Abmessungen der Dicke des Mauerwerks entsprach, leicht auftragen. Durch das Nut- und Federsystem konnten die Steine in der Stoßfuge so genau aneinandergefügt werden, dass die Fuge anschließend nicht mehr aufwändig vermörtelt werden musste.
Passgenau
Die für ihre Größe relativ leichten Steine ließen sich gut anheben und präzise nebeneinander platzieren. Seitliche Grifftaschen erleichterten die Arbeit zusätzlich und sorgten außerdem dafür, dass der Rücken durch das häufige Bücken nicht zu stark belastet wurde. Pass-Stücke, etwa für Ecken oder Tür- und Fensteröffnungen konnten leicht mit der Handsäge oder mit einer elektrischen Bandsäge, die von Ytong Bausatzhaus kostenlos bereitgestellt wurde, passend zugeschnitten werden.
Innenausbau
Beim Innenausbau, den der Ingenieur für Holztechnik ebenfalls teilweise selbst ausführte, profitierte der Bauherr ebenso von den guten Verarbeitungseigenschaften des Baustoffs Porenbeton wie vorher bei der Erstellung des Rohbaus: Schlitze für Leitungen und Installationsrohre wurden mit einem Rillenkratzer oder einer Mauerfräse hergestellt. Das zeit- und kraftaufwändige Stemmen von Maueröffnungen entfiel damit. „Aber,“ sagt er, „hier kamen wir doch teilweise an unsere Grenzen. Für viele Arbeiten haben wir auf die entsprechenden Fachfirmen zurückgegriffen.“
Einzug nach 11 Monaten
Rund 11 Monate, nachdem die erste Steinreihe für das Haus gesetzt wurde, konnten Jana und Uwe Reche mit ihren beiden Kindern in ihr neues Zuhause einziehen. Die Oma folgte vier Wochen später. Seitdem genießen sie es, wenn sich Geschwister und Freunde um den großen Familientisch versammeln: „Wir wollen, dass das Haus ein Treffpunkt wird für die ganze Familie. So wie es das auch während der Bauzeit war. Immer war jemand da, wenn wir Hilfe benötigten.“

