Glossar

  • Baustoffklasse

    Die Baustoffklasse nach DIN 4102 gibt Auskunft über das Brandverhalten eines Baustoffs. Zur Baustoffklasse A gehören alle nicht brennbaren Baustoffe, also auch Ytong Porenbeton. Baustoffklasse B umfasst die brennbaren Baustoffe, z. B. Holz oder Kunststoffdämmstoffe.

  • Effizienzhaus

    Bekannt sind vor allem die KfW-Effizienzhäuser 40, 55 und 70, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen ihres Programms „Energieeffizientes Bauen“ fördert. Die Ziffer gibt an, wie viel Prozent des nach Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigen Energieverbrauchs das jeweilige Effizienzhaus aufweist. Das KfW-Effizienzhaus 70 hat z. B. einen Jahres-Primärenergiebedarf von höchstens 70 % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV.

  • Energieeinsparverordnung (EnEV )

    Regelwerk, das die energetische Qualität von Gebäuden verbindlich vorgibt. Für Neubauten z. B. werden Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs anhand eines sogenannten Referenzgebäudes gleicher Bauart und Größe festgelegt.

  • Jahres-Primärenergiebedarf

    Umfasst den auf ein Jahr bezogenen gesamten Energiebedarf eines Gebäudes, zu dem neben der Energie für die Gebäudeerwärmung und das warme Wasser z. B. auch die Elektroenergie für die Klimatisierung gehört. Berücksichtigt wird auch der außerhalb des Hauses in vorgelagerten Prozessen entstehende Energieaufwand bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers. Im Unterschied dazu wird mit dem (Jahres-)Heizenergiebedarf nur der Energieaufwand für die Erwärmung des Gebäudes erfasst.

  • Lambda-Wert

    Der Lambda-Wert, auch Wärmeleitfähigkeit genannt, beschreibt die Weiterleitung von Wärme in einem bestimmten Baustoff. Die Einheit ist W/(mK) = Watt je Meter Baustoffdicke und Grad Kelvin Temperaturdifferenz innen/außen. Der Lambda-Wert ist damit ein Maß für die wärmedämmende Eigenschaft eines Baustoffs. Kleine Werte bedeuten wenig Wärmeleitung und damit ein gutes energetisches Verhalten. Der Lambda-Wert für einzelne Baustoffe darf nicht mit dem U-Wert für komplette Bauteile verwechselt werden. Ein Ytong-Standardstein erreicht λ = 0,09 bis λ = 0,07. Mit λ 0,07 sind problemlos Passivhäuser zu realisieren – energieeffizienter geht‘s nicht.

  • Mineralische Baustoffe

    Baustoffe aus natürlicherweise in der Erdkruste vorkommenden, überwiegend anorganischen Rohstoffen. Beispiele sind Kalksteine, Sand, Marmor oder Quarz sowie die daraus hergestellten Bindemittel Kalk, Zement und Gips. Der Begriff wird vor allem in Abgrenzung zu den Kunststoffen auf organischer Basis (Erdöl) verwendet. Vorteile der mineralischen Baustoffe sind neben ihrer natürlichen Herkunft und der guten Rohstoffverfügbarkeit z. B. ihre Dauerhaftigkeit, ihre hohe Sicherheit als nicht brennbare Baustoffe, ihre baubiologische Unbedenklichkeit (ohne Umweltgifte) sowie ihr gutes feuchteregulierendes Verhalten, das für ein angenehmes Raumklima sorgt.

  • Niedrigenergiehaus

    Frühere Bezeichnung für ein Gebäude mit wenig Energieverbrauch, der hier allerdings nicht durch einen Zahlenwert festgelegt ist, weshalb sich der exaktere Begriff Effizienzhaus durchgesetzt hat.

  • Nullenergiehaus

    Gebäude, das rein rechnerisch ohne äußere Energiezufuhr auskommt. Erreicht wird dies durch eine hochwärmedämmende, energiesparende Ausführung der Gebäudekonstruktion und die Gewinnung der dann noch erforderlichen Energie im Haus selbst, z. B. durch Solaranlagen. In der Praxis sind auch Nullenergiehäuser häufig an die Energieversorgung angeschlossen, um die zeitlichen Schwankungen zwischen Energieangebot und -nachfrage ausgleichen zu können. Ist die Energieproduktion mit dem Haus sogar höher als der eigene Verbrauch, spricht man von Plusenergiehaus. Die energetische Qualität der Gebäudehülle von Null- oder Plusenergiehäusern orientiert sich am Passivhausstandard.

  • Passivhausstandard

    Durch das intelligente Zusammenspiel einer hochwärmedämmenden Gebäudekonstruktion und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kommen Passivhäuser ohne klassische Heizungsanlage aus. Es reicht aus, die kontinuierlich zugeführte Frischluft zu erwärmen, was nur möglich wird, wenn der Heizwärmebedarf maximal 15,0 kWh/(m²a) beträgt. Eine Bauweise, die diesen Wert erreicht, wird als Passivhausstandard bezeichnet, auch wenn das Haus in Bezug auf die Lüftung und das Vorhandensein einer konventionellen Heizung kein Passivhaus im engeren Sinn ist. Der Passivhausstandard beschrieb lange Zeit die höchste erreichbare energetische Qualität einer Gebäudehülle: Außenbauteile wie Wände, Decken oder Dächer müssen dafür U-Werte von maximal 0,15 W/(m²K) erreichen.

  • Plusenergiehaus

  • Schallschutz

    Unter Schallschutz versteht man sämtliche Maßnahmen, die Gebäude gegen Lärm schützen. Porenbetonbauteile haben generell eine bessere Schalldämmung als gleich schwere Konstruktionen aus anderen Baustoffen.

  • U-Wert

    Der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient genannte Parameter beschreibt den Wärmedurchgang durch ein fertiges Bauteil, z. B. eine Wand oder ein Dach. Die Einheit ist W/(m²K) = Watt je Quadratmeter Bauteilfläche und Grad Kelvin Temperaturdifferenz innen/außen. Der U-Wert ist damit ein Maß für die Qualität der Wärmedämmung eines Bauteils. Kleine Werte bedeuten wenig Wärmeverluste und damit eine gute Energieeffizienz. Der U-Wert für komplette Bauteile darf nicht mit dem Lambda-Wert für einzelne Baustoffe verwechselt werden.

  • Wärmedurchgangskoeffizient

    Siehe U-Wert.

  • Wärmeleitfähigkeit

    Siehe Lambda-Wert.