In besonderer Lage selbst gebaut

Stein auf Stein bauten sich Doris Müller und Jan Hendriksen ihr Haus selbst. Und das auf einem Grundstück, an das sich viele Profis wegen der steilen Hanglage nicht heranwagten. Dabei sparten sie nicht nur durch Eigenleistung beim Hausbau viel Geld, sondern auch durch eine massive Konstruktion aus hochwärmedämmendem Porenbeton.

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In das idyllisch gelegene Grundstück mit dem unverbaubaren Blick auf die Höhenzüge des bergischen Landes haben sich Doris Müller und Jan Hendriksen sofort verliebt. Obwohl ihnen wegen der steilen Hanglage des Grundstücks von vielen abgeraten wurde, blieben sie standhaft bei ihrem Plan, an genau dieser Stelle ihr Traumhaus zu bauen.

  • Trotz Widrigkeiten genau nach Vorstellung

    Was zunächst nicht unbedingt geplant war: Sie bauten das Haus selbst. Mit dem Ytong Bausatzhaus System, das mit modular aufeinander abgestimmten Bauteilen speziell auf den Selbstbau ausgerichtet ist, konnten sie dabei trotz der schwierigen Grundstücksverhältnisse genau ihre Vorstellungen realisieren.

  • Ein zuverlässiger Partner

    Von vielen Kontakten, bei denen Doris Müller und Jan Hendriksen nach dem Grundstückserwerb erste Informationen eingeholt hatten, haben sie nie wieder etwas gehört. „Nur einer“, so Jan Hendriksen, „ließ sich von den örtlichen Gegebenheiten nicht weiter erschrecken.“ Das war Johannes Hermann von Ytong Bausatzhaus Rhein-Sieg-Oberberg. Bei ihm unterschrieben sie zunächst einen Planungsauftrag.

  • Beginn der Bauphase

    Nachdem die Pläne fertig und sämtliche Formalitäten erledigt waren, war es dann soweit: Der Aushub der Baugrube konnte beginnen. Entstehen sollte ein dreistöckiges Massivhaus, das mit fast 14 Metern eine imposante Höhe für ein Einfamilienhaus aufweist und dabei von einem sehr steilen Hanggrundstück profitiert, das mit traditioneller Planung nur schwierig zu bebauen gewesen wäre. Jan Hendriksen meint: „Mit dem gängigen Angebot an Fertighäusern wäre eine Bebauung des Grundstücks nicht realisierbar gewesen. Die hätten einfach nicht flexibel genug an die Verhältnisse hier angepasst werden können. Oder nur zu enorm hohen Kosten. Das wäre dann nicht mehr bezahlbar gewesen.“

    Für den Aushub der Baugrube ließ das Paar einen Fachmann aus der Gegend kommen. Der kannte sich vor allem gut mit den schwierigen Geländeverhältnissen aus. Aber schon die Bodenplatte erstellten sie in Eigenleistung und setzten dafür Stahlfaserbeton ein.

  • Einfache Verarbeitung

    Durchschnittlich hat Jan Hendriksen zehn Monate gemeinsam mit einem Freund fünf Tage pro Woche nach Feierabend auf der Baustelle gearbeitet. Dabei kam ihm zugute, dass er sich seine berufliche Arbeitszeit frei einteilen konnte. Beim Mauern wurden die handfesten, verarbeitungstechnischen Vorteile des Baustoffs offensichtlich. Hendriksen war überrascht, wie unproblematisch die Verarbeitung auch für Ungeübte war: Stein für Stein setzte er in eine 1 bis 2 mm dicke Lagerfuge aus Planblockmörtel. Dieser ließ sich mit einer Kelle leicht auftragen. Durch das Nut und Federsystem konnten die Steine in der Stoßfuge so genau aneinandergefügt werden, dass die Fuge anschließend nicht mehr aufwändig vermörtelt werden musste. Die für ihre Größe relativ leichten Steine ließen sich gut anheben und präzise nebeneinander platzieren. Seitliche Grifftaschen erleichterten die Arbeit zusätzlich und sorgten außerdem dafür, dass der Rücken durch das häufige Bücken nicht zu stark belastet wird. Pass-Stücke, etwa für Ecken oder Tür- und Fensteröffnungen, konnten leicht mit der Handsäge zugeschnitten werden.

  • Änderungen jederzeit möglich

    Als Vorteil empfanden die Bauherren auch, dass sie spontan nachträgliche Änderungen ausführen konnten: „Wenn wir unser Massivhaus nicht selbst gebaut hätten, wäre dies richtig teuer geworden.“ Auch beim Innenausbau, den der Diplom-Ingenieur ebenfalls teilweise selbst ausführte, profitierte der Bauherr von den guten Verarbeitungseigenschaften des Baustoffs Ytong Porenbeton: Schlitze für Leitungen und Installationsrohre wurden mit einem Rillenkratzer oder einer Mauerfräse hergestellt. Das zeit- und kraftaufwändige Stemmen von Maueröffnungen entfiel damit.

  • Haustraum über drei Etagen

    Rund 10 Monate nach dem ersten Spatenstich konnten Doris Müller und Jan Hendriksen in ihr neues Zuhause einziehen. Knapp 300 m² Wohnfläche bietet das Massivhaus insgesamt. Das Familienleben konzentriert sich auf die obere Etage. Hier wird das Haus betreten, hier sind die Küche und das große Ess-Wohnzimmer. In der Mitte ist der Schlafbereich mit Bad und Büro. Beide Etagen verfügen über einen großen, umlaufenden Balkon – mit bester Aussicht. Ganz unten befindet sich eine separate Einliegerwohnung mit Terrasse. Wegen der engen und zu beiden Seiten bebauten Straße befindet sich auf dem Grundstück außerdem eine zweistöckige Doppelgarage, deren Untergeschoss als Keller- und Abstellraum genutzt wird.