Zertifiziertes Passivhaus mit Ytong Bausatzhaus

In Europas größter Klimaschutzsiedlung, dem zero:e Park bei Hannover, realisierte die Familie Fröhlich ein Passivhaus, das Ästhetik und Ökologie verbindet. Da die Bauherren sich aus beruflichen Gründen in keiner Bauphase durch Eigenleistung einbringen konnten, koordinierte der Ytong Bausatzhaus Partner sämtliche Leistungen von der Planung über die Erstellung der Gebäudehülle bis zum Innenausbau. Der Einsatz von 48 cm dicken Porenbetonsteinen machte es möglich, das Passivhaus mit monolithischen Außenwänden ohne Wärmedämm-Verbundsystem zu bauen.

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Als Sarah Fröhlich von einem neuen Zuhause für ihre Familie träumte, entstand in unmittelbarer Nachbarschaft ihres Wohnortes mit dem zero:e Park Europas größte Klimaschutzsiedlung. 300 Eigenheime sollten hier ausschließlich in Passivhausbauweise entstehen. Damit rückte für die Familie erstmals das Thema „Neubau“ in den Fokus, denn: „Wer denkt nicht ökologisch und will weniger Geld für die Heizung ausgeben?“ Vorteilhaft war auch die räumliche Nähe zum bisherigen Wohnort. Man könne ja mal ein Grundstück reservieren, schlug Sarah Fröhlich ihrer Familie vor. Sie forderte Angebote von verschiedenen Bauträgern an und ließ erste Entwürfe erstellen.

  • Eine Idee nimmt Gestalt an

    Schließlich lag der Entwurf für ein Passivhaus vor, der der gesamten Familie zusagte. Er kam von der Bauplan Massivhaus Ltd. & Co. KG aus Hannover, einem regionalen Partner von Ytong Bausatzhaus. Gleich beim ersten Kontakt konnten Luitgard Janosch, Geschäftsführerin der Bauplan Massivhaus Ltd., und ihr Mann Karl-Heinz Janosch durch eine intensive persönliche Beratung punkten. Karl-Heinz Janosch sagt: „Auch für Familien, die sich den Bau eines Hauses nicht wirklich zutrauen, bieten wir Lösungen an. Das gehört mittlerweile zum Standard-Repertoire von Ytong Bausatzhaus. In jedem Fall“, betont er, „steht am Ende ein individuell geplantes Zuhause.

    Entstanden ist ein zweigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss, das bei einer Grundfläche von rund 114 viel Platz bietet. Alle Zimmer sind etwa gleich groß angelegt, damit die Nutzung flexibel geändert werden kann. Im Erdgeschoss befinden sich ein großer Wohn-Ess-Raum mit offener Küche, Gästezimmer und Gästebad sowie ein Hauswirtschaftsraum. In der oberen Etage sind außer dem Büro die Kinder- und das Elternschlafzimmer sowie zwei Bäder untergebracht. Der Platz unter dem Dach steht als vollwertiger Wohnraum zur Verfügung.

  • Umsetzung des Passivhaus-Konzepts

    Mit seinem annähernd quadratischen Grundriss und der kompakten Form verfügt das Haus der Familie Fröhlich über ein günstiges A/V-Verhältnis und entspricht damit den architektonischen Grundvoraussetzungen für ein Passivhaus. Ein geringes A/V-Verhältnis bedeutet bei gleichem Gebäudevolumen eine kleinere wärmeübertragende Außenfläche. Pro m³ Volumen ist somit weniger Energie notwendig, um die Wärmeverluste über die Hülle auszugleichen. Um den passiven Solarenergiegewinn möglichst zu optimieren, hat Planerin Luitgard Janosch das Haus der Familie Fröhlich konsequent in Nord-Süd-Ausrichtung erstellt und dabei auf eine Minimierung der Verschattung geachtet. Große Fensterflächen auf der Südseite lassen die Sonne ungehindert ins Innere, während Rollläden auf der Fassade vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Deutlich kleinere Fenster auf der Ost- und Westfassade und nur wenige Öffnungen auf der Nordseite halten in Kombination mit überdämmten Fenster- und Türrahmen und Dreifach-Wärmeschutzverglasung die Wärme schützend im Haus.

    Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt das Gebäude mit Frischluft. Dabei macht die Wärmerückgewinnung die Wärme der Abluft wieder verfügbar. Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung sorgt an besonders kalten Tagen für angenehme Wärme und verringert durch die Nutzung regenerativer Energien gleichzeitig klimaschädliche CO2-Emissionen. Weitere Energieeinsparung wird durch zwei Solarkollektoren zur Warmwasserunterstützung erreicht.

  • Ohne Wärmedämmung perfekt gedämmt

    Entscheidend für die geringen Wärmeverluste sind die monolithischen Außenwände aus hochwärmedämmenden 48 cm dicken Ytong Steinen. Die Konstruktion erreicht ohne zusätzliche Dämmung durch ein Wärmedämmverbundsystem einen U-Wert von 0,142 W/(m K) und ist damit besser als der definierte Passivhaus-Standard (U = 0,15 W/(m K)). Der Verzicht auf ein Wärmedämmverbundsystem bedeutete für die Familie gleichzeitig eine deutliche Reduktion der Baukosten. Denn mit den Materialkosten für ein WDVS entfielen auch die Arbeitskosten sowie langfristige Ausgaben für die Instandhaltung.

    Bislang haben insgesamt fünf Familien im zero:e Park ein Ytong Bausatzhaus gebaut. Das zeigt die große Kompetenz von Ytong Bausatzhaus speziell im Bereich der Niedrigstenergie- und Passivhäuser. Denn wer im zero:e Park wohnen will, muss energieeffizienter bauen als die EnEV sonst für Wohnhäuser vorsieht.