Ytong Bausatzhaus

Gut bedacht - Hilfestellung zur Auswahl der passenden Dachform

Vor- und Nachteile der wichtigsten Dachformen

Das äußere Erscheinungsbild, die Optik Ihres Traumhauses, prägt vor allem die von Ihnen gewählte Dachform. Auch der tatsächlich nutzbare Wohnraum wird maßgeblich von Ihrem Dach bestimmt. Darum entscheiden Sie weise, welche Dachform es sein soll.

Wir möchten Ihnen einige Tipps dazu geben, welches Dach für Ihr Eigenheim am besten geeignet ist. Dabei spielen viele Aspekte eine Rolle:

•    Kosten,
•    Witterung,
•    Grundstücksfläche,
•    künftige Lebensplanung,
•    Bebauungsplan.

Beim letzten Punkt wird Ihnen die Entscheidung abgenommen. Wenn das Bauamt im Bebauungsplan eine bestimmte Dachform vorgibt, entfällt die Wahl. Grundsätzlich haben Sie allerdings völlige Entscheidungsfreiheit.

Wir stellen Ihnen die beliebtesten Dachformen mit allen Vor- und Nachteilen vor. Im Anschluss gehen wir kurz auf ein paar besondere Dächer ein. Abschließend geben wir Ihnen noch Tipps zur Energieeffizienz, Dämmung, Wartung und zum Material.

Lassen Sie sich in den kommenden knapp zehn Minuten inspirieren. Denn ein Dach erfüllt viele Zwecke. Daher entscheiden am Ende auch Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse.

Die beliebtesten Dachformen der Deutschen

Satteldach  

Satteldach

Sagen Sie Ihrem Kind, es soll bitte ein Haus malen. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zeichnet es ein Haus mit Satteldach. Das scheint die natürliche Grundform eines Daches zu sein. Unter anderem deswegen gehört das Satteldach in Deutschland zu den beliebtesten Dächern bei Baudamen und Bauherren.

Der Aufbau besteht aus einem Dachstuhl. Dieser bildet das Grundgerüst, auf dem das Satteldach in Form eines Dreiecks auf dem Haus aufliegt. Oft ragt es noch über die Giebel hinaus oder schließt bündig mit dem Haus ab.

Je nach Neigungswinkel heißt es in Dachdeckerkreisen:

•    Flaches Satteldach: Dachneigung unter 30 Grad,
•    Winkeldach oder Neudeutsches Dach: Dachneigung über 45 Grad,
•    Gotisches Dach oder Altdeutsches Dach: Dachneigung über 62 Grad,
•    Altfränkisches Dach oder Altfranzösisches Dach: Dachneigung von genau 60 Grad,
•    Symmetrisches Satteldach: Beide Dachflächen sind gleich lang,
•    Asymmetrisches Satteldach: Eine Dachfläche ist länger als die andere.

Je steiler der Neigungswinkel, umso besser gelangt beispielsweise Regen in den Untergrund. Ein flaches Satteldach eignet sich vor allem in schneereichen Regionen, weil es die Gefahr von Lawinen verringert.

Pro und Contra - Satteldach

Vorteile:

•    kostet wenig, weil es einfach zu bauen ist,
•    stabil bei jeder Wetterlage,
•    wenig wartungsintensiv,
•    eignet sich für die Installation von Solaranlagen,
•    nachträgliche Einbauten problemlos möglich, beispielsweise weitere Fenster, in der Dachschräge als Gaube oder an den Längsseiten als Giebelfenster.

Nachteil:

•    verringert je nach Neigungswinkel den bewohnbaren Raum.

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Ein Satteldach ist die klassischste aller Dachformen

Flachdach

Flachdach

Das Flachdach gehört zu den weiteren Klassikern. Schon in der Antike bauten Menschen Häuser mit flachen Dächern. Ein Flachdach schützt Ihr Haus genauso sicher, wie jedes andere Dach. Es kommt auf die verwendeten Materialien an. Zudem sollte ein flaches Dach regelmäßig gewartet werden.

Ytong Bausatzhaus liefert Ihnen fertige Elemente aus Porenbeton für flache Dächer. Dieses Baumaterial macht Ihr Haus dicht und sorgt gleichzeitig für besten Dämmschutz. Zudem verfügt der Ytong Porenbeton über eine hohe Tragfähigkeit.

Ein Flachdach bietet Ihnen daher noch weitere Nutzungsmöglichkeiten, beispielsweise

•    als Dachgarten,
•    als Dachterrasse oder
•    als natürliche Lichtquelle für Ihre Räume.

Auch ein Flachdach verfügt über eine Neigung. In der Regel sind Neigungswinkel von 10 Grad oder weniger üblich. 1,1 Grad sollten es mindestens sein, damit sich Regenwasser nicht großflächig sammelt und wochenlang stehen bleibt.

Pro und Contra - Flachdach

Vorteile:

•    bessere Dämmung, weniger Energieverlust,
•    Wohnraum kann bestmöglich genutzt werden,
•    Dach als zusätzlicher Lebensraum.

Nachteile:

•    höhere Witterungseinflüsse
•    in der Regel wartungsintensiver.

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Ein Flachdach steht für Moderne

Pultdach

Pultdach

Das Pultdach erfreut sich in der jüngsten Vergangenheit einer wachsenden Fangemeinde. Ursprünglich stammt diese Dachform aus dem industriellen Bereich, beispielsweise als Abdeckung für Fabriken oder Lagerhallen.

Im Grunde ist ein Pultdach ein halbes Satteldach, weist allerdings einige Vorzüge gegenüber dem Satteldach auf. Wenn Sie beispielsweise eine Solaranlage auf dem Dach installieren möchten, bietet ein Pultdach eine größere Fläche.

Pultdächer verfügen meist über eine geringere Neigung. Daher können auch die Räume unter dem Dach bestmöglich bewohnt werden.

Pro und Contra - Pultdach

Vorteile:

•    einfacher und günstiger Aufbau,
•    eignet sich insbesondere für die Installation von Solaranlagen,
•    mehr Raum durch weniger Dachschräge.

Nachteil:

•    höhere Hausseite ist stärker der Witterung ausgesetzt.

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Ein Pultdach ist etwas Besonderes

Walmdach

Walmdach

Das Walmdach vereint alle Vorzüge der drei zuvor erwähnten Dachformen. Da alle vier Seiten über Schrägen verfügen, verfügt das Walmdach über besonders viel Stabilität.

Daher eignet sich ein Walmdach in Regionen, wo es öfters stürmt oder besonders häufig regnet oder schneit. Die Schrägen nehmen dem Wind die Kraft. Selbst stärkere Stürme können einem Walmdach in der Regel nichts anhaben.

Wenn Ihr Haus nicht an Nachbarhäuser angrenzt, empfiehlt sich ein Walmdach. Allerdings bezahlen Sie für den erhöhten Schutz auch mehr Geld. Dafür bekommen Sie ein sicheres und optisch auffälliges Dach für Ihr Eigenheim.

Auch nicht zu unterschätzen: Durch die vier Schrägen eignen sich Walmdächer sehr gut für Solaranlagen. Alle vier Flächen bieten Platz für Sonnenkollektoren. Je nach Ausrichtung des Hauses haben Sie zwei Dachflächen, die Sie parallel nutzen können.

Pro und Contra - Walmdach

Vorteile:

•    sehr guter Schutz vor Sturm und Regen,
•    hohe Stabilität.

Nachteile:

•    aufwendige Dachkonstruktion, daher höhere Kosten,
•    Einbau großflächiger Giebelfenster nicht möglich.

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Ein Walmdach erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Diese Dächer sollten Sie auch kennen

Mansarddach/Mansardendach

Mansarddach

Das Mansardendach oder Mansarddach hat seinen Ursprung in Frankreich. Hier überlegte sich Jules Hardouin-Mansart, wie er Steuern sparen könnte. Im 17. Jahrhundert mussten Hausbesitzer:innen für jedes volle Geschoss Grundsteuer entrichten.

Daher erfand der Franzose das Mansardendach. Diese Dachform umging die damalige steuerliche Regelung. Gleichzeitig verfügt ein Haus mit Mansardendach über ein voll ausgebautes und nutzbares Dachgeschoss. 

Wie beim Walmdach besteht das Mansardendach aus einer aufwendigen Dachkonstruktion. Daher kostet der Aufbau auch mehr. Das Mansardendach bietet nicht so viel Stabilität wie ein Satteldach.

Pro und Contra - Mansarddach

Vorteil:

•    mehr bewohnbarer Raum.

Nachteile:

•    aufwendige Dachkonstruktion, daher höhere Kosten,
•    eignet sich weniger für Solaranlagen,
•    witterungsanfällig.

Tonnendach

Tonnendach

Auch Tonnendächer verfügen, ähnlich wie Flachdächer, über eine lange Bautradition. Ein Haus mit einem gewölbten Dach ist stabil, einfach zu konstruieren und sorgt für viel Wohnraum. 

Das Tonnendach wurde in früheren Zeiten vor allem für große Gebäude genutzt, beispielsweise Hallen, Basare, Märkte und Kirchen. Heute tauchen Tonnendächer auch immer öfter im privaten Bereich auf. 

Wenn Ihnen diese Form gefällt, erkundigen Sie sich aber beim Bauamt, ob ein Tonnendach laut Bebauungsplan erlaubt ist.

Pro und Contra - Tonnendach

Vorteile:

•    sehr gute statische Eigenschaften,
•    außergewöhnliches Design.

Nachteil:

•    aufwendige Dachkonstruktion, daher höhere Kosten.

Welches Dach eignet sich für mich am besten?

Die wichtigsten und beliebtesten Dachformen kennen Sie nun. Jetzt liegt es bei Ihnen, für welches Dach Sie sich im Rahmen Ihres Traumhauses entscheiden. Diese Frage können Sie nur selbst beantworten.

Wir möchten Ihnen im Folgenden einige wichtige Aspekte aufzeigen, die Sie auf jeden Fall bedenken sollten, bevor Sie sich endgültig festlegen.

Welches Dach ist in meiner Region zulässig?

Sie lieben es eher ungewöhnlich und wünschen sich ein extravagantes Dach? Die Damen und Herren vom Bauamt haben da unter Umständen andere Vorstellungen – möglicherweise konservativere.

Ihr individueller Geschmack muss zurückstehen, wenn im Bebauungsplan in Ihrer Region klare Vorschriften gelten, wie ein ordentliches Dach auszusehen hat. Informieren Sie sich daher beim zuständigen Amt, bevor es zu bösen Überraschungen kommt.

Übrigens: Oft stehen im Bebauungsplan sehr konkrete Vorgaben, ohne Verhandlungsspielraum. Das können sein:

•    Form und Neigung des Daches, 
•    die Ausrichtung des Dachfirstes
•    Abstand zwischen Dach und Boden, die sogenannte Traufhöhe, 
•    die Art und Größe von Einbauten, also von Gauben oder Dachfenstern, 
•    Material und Farbe der Dachabdeckung.

Welches Dach verfügt über die beste Energieeffizienz?

Beim Hausbau achten Baudamen und Bauherren ganz besonders auf die Energieeffizienz ihres Eigenheims. An das Dach denken dabei allerdings die wenigsten. Dabei bietet ein Dach, je nach Größe, die meiste Fläche für Energieverluste.

Je größer die Außenfläche eines Daches, umso mehr müssen Sie in die passende Dämmung investieren. Bedeutet umgekehrt: Flach- und Pultdächer, mit einer geringen Fläche, sind am energieeffizientesten.

Hier müssen Sie teilweise abwägen. Ein flaches Dach kostet Sie in der Regel mehr bei der Wartung. Lassen Sie sich auf jeden Fall von unseren Ytong Bausatzhaus Partnern vor Ort beraten.

Worauf sollte ich bei der Planung meines Daches Wert legen?

Jetzt geht es an das Eingemachte, um Ihre ganz persönlichen Wohnträume, Wünsche und Bedürfnisse. Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst. Wenn Sie beispielsweise zusätzlichen Stauraum unter dem Dach benötigen, hilft Ihnen ein Dach mit flacher Neigung nicht viel.

Bei der Wahl Ihres Daches sollte Optik nicht das alleinige Maß aller Dinge sein. Überlegen Sie sich bei der Planung sehr genau, wofür Sie Platz und Raum benötigen. Denken Sie dabei auch mittelfristig. Möglicherweise benötigen Sie den zusätzlichen Raum noch nicht jetzt. Denken Sie an später, beispielsweise wenn die Kinder größer werden oder Sie mehr Platz für Ihr neues Hobby benötigen.

Möglicherweise verfügen Sie über ein kleineres Grundstück. Anbauen geht da nicht. Ausdehnen können Sie sich nur nach oben. Das sollten Sie dann im Vorfeld bereits gut planen. Da spielt das Dach eine wesentliche Rolle.

Vielleicht reicht der Platz nicht für den großen Garten. Allerdings können Sie eine grüne Oase auf Ihrem Dach anlegen. Ein Flachdach eignet sich bestens für einen Dachgarten oder eine Dachterrasse.

Bei geschickter Planung können Sie sogar auf Ihrem Flachdach noch eine weitere, kleinere Wohneinheit draufsetzen.

Über das Thema Energieeffizienz haben wir bereits gesprochen. Im besten Falle planen Sie zusammen mit einem unserer Ytong Bauhaus Partner vor Ort ein Energiekonzept für Ihr gesamtes Haus.

Wenn das Thema Solar für Sie relevant ist, eignen sich einige Dächer mehr, andere weniger für eine Installation. Holen Sie sich im Zweifel auch den Rat von Dachdeckerinnen oder Dachdeckern vor Ort, um eine passende Dachform auszuwählen. Je mehr Zeit Sie in die Planung stecken, desto weniger Ärger haben Sie später.

Wie dämme ich richtig?

Wenn Ihr Dach nicht richtig gedämmt ist, entsteht Schimmel und es drohen hohe Wärmeverluste. Jede einzelne Dachform benötigt eine spezielle Dämmung. Hier sollten Sie sich unbedingt von Experten und Expertinnen beraten lassen, sonst haben Sie wenig Freude an Ihrem neuen Eigenheim.

Mit Ytong Bausatzhaus bekommen Sie von vornherein ein optimales Dachpaket. Eine nachträgliche Dämmung ist in der Regel nicht notwendig. Unser Ytong Massivdach aus Porenbeton verfügt bereits über bestmögliche Dämmeigenschaften.

Unsere fertigen Dachelemente garantieren Ihnen das ganze Jahr über ein angenehmes Raumklima. Ihr Haus ist optimal gegen Kälte und Hitze abgesichert. Zudem schützt der Ytong Porenbeton Ihr Heim vor Lärm von außen.

Wie wartungsintensiv sind Dächer?

Egal für welche Dachform Sie sich entscheiden, lassen Sie Ihr Dach regelmäßig von einer Dachdeckerin oder einem Dachdecker überprüfen. Wasser nutzt die kleinste Ritze und sorgt, zu spät erkannt, für böse Folgen.

Schäden am Dach lassen sich gar nicht vermeiden. Die Folgen von Witterung, Stürmen, Rost, Silvesterraketen oder Vögeln müssen nur rechtzeitig erkannt werden.

Satteldächer und Walmdächer sind besonders stabil. Sturm, Regen, Schnee und Eis können dem Dach nur wenig anhaben. Die Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen gering aus.

Flachdächer verfügen über eine gute Energiebilanz, sind allerdings am wartungsintensivsten. Ein flaches Dach müssen Sie beispielsweise regelmäßig von Laub und Schmutz befreien.

Was kostet mich das?

Preislich gibt es zwischen den verschiedenen Dachformen erhebliche Unterschiede.

Am günstigsten liegen Sie bei einem Flachdach. Wobei Sie aufwendigere Wartungsarbeiten und die damit verbundenen Kosten im Blick haben sollten.

Auch Pult- und Satteldächer verursachen aufgrund der einfachen Konstruktion weniger Kosten, im Vergleich zu anderen Dächern.

Das meiste Geld müssen Sie für Walmdächer, Mansardendächer und Tonnendächer auf den Tisch legen. Alle drei Dächer bieten Ihnen viele Vorzüge, beispielsweise viel Raum und sehr hohe Stabilität. Diese Vorzüge haben ihren Preis.

Fazit

Für welches Dach entscheiden Sie sich? Dank unseres kleinen Ratgebers können Sie diese Frage nun für sich beantworten.

Wie bei einem Kleidungsstück kommt es eben immer auf die äußeren Umstände an, wie Sie sich entscheiden. Überlegen Sie gut und berücksichtigen Sie die genannten Aspekte. Und planen Sie nicht Stand heute, sondern schauen Sie auch auf zukünftige Entwicklungen.

Wir bei Ytong Bausatzhaus beraten Sie gerne in Sachen Dach. Bei uns können Sie Ihr Dach individuell planen. Anschließend liefern wir Ihnen das richtige Dachpaket, damit Ihr Eigenheim vor äußeren Einflüssen bestmöglich geschützt ist und bleibt.

Selbstverständlich beraten wir Sie auch, wenn Sie nachträglich kleinere Dachumbauten planen.

Ein Artikel von Linda

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