Ytong Bausatzhaus

KfW-Förderung und GEG

Energieeinsparung, die sich rentiert

Es ist ein ehrgeiziges politisches Ziel: Bis 2050 soll in Deutschland ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Eins der wichtigsten rechtlichen Instrumente zur Umsetzung ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Dieses schreibt bautechnische Standardanforderungen zum Betriebsenergiebedarf von Gebäuden vor – so auch für die Sanierung und den Neubau von Wohnbauten. Dabei werden sowohl die Energieeffizienz der Gebäudehülle als auch der Heizungsanlage berücksichtigt. Die Hauptanforderungsgrößen sind der Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu einem identischen Referenzgebäude sowie der Wärmeverlust über die Gebäudehülle. Am 01.11.2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Dabei haben sich die Anforderungen für Wohnhäuser nicht noch einmal erhöht. Doch bietet dieses Gesetz zukünftig die Grundlage für die neuen Förderprogramme in Deutschland für Neubau und Sanierung, die in der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) vereinheitlicht wurden und was für den Neubau seit dem 01.07.2021 in Kraft getreten ist. 

KfW-Förderung

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert als öffentlich-rechtliche Bank u. a. den Bau von energieeffizienten Wohnhäusern mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Bei dem Förderprogramm „Energieeffizientes Bauen“ gilt: Je geringer der Energiebedarf der neuen Immobilie, desto höher der Förder- und Tilgungszuschuss. Zur Bewertung hat die KfW auch weiterhin drei Effizienzhaus-Standards festgelegt: Effizienzhaus 55 (EH55), Effizienzhaus (EH40) und Effizienzhaus 40 Plus (EH40+). Sie orientieren sich an den im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegten Werten zum Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmebedarf. Die Ziffer gibt an, wie viel Prozent des nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zulässigen Energieverbrauchs das jeweilige Effizienzhaus verbraucht: Bei einem Effizienzhaus 55 beispielsweise liegt der Jahresprimärenergiebedarf bei 55 Prozent des Referenzgebäudes. Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz der Wohnimmobilie und desto höher die Förderung.

Der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses wird durch bauliche und anlagentechnische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie durch die Einbindung erneuerbarer Energien erreicht.

None
Referenzgebäude nach GEG

Das Referenzgebäude dient zur Ermittlung des geforderten Primärenergiebedarfs des geplanten Gebäudes. Es ist in Geometrie, Nutzfläche und Ausrichtung identisch. Für die Energiebedarfsberechnung werden die im GEG genannten Werte angesetzt. Im Vergleich kann dann die Einhaltung des Jahresprimärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlusts – also des Wärmeverlusts über die Gebäudehülle – des geplanten Gebäudes nachgewiesen werden.

None
Effizienzhaus 55 (EH55)

Erfolgt der Nachweis für den energetischen Standard über eine Energiebedarfsberechnung, darf der Primärenergiebedarf maximal 55 Prozent und der Transmissionswärmeverlust maximal 70 Prozent der im GEG geforderten Werte betragen. Alternativ kann das Effizienzhaus 55 über die Einhaltung von baulichen und anlagentechnischen Anforderungen nachgewiesen werden, die durch die KfW festgelegt sind.

None
Effizienzhaus 40 (EH40)

Der Primärenergiebedarf eines Effizienzhaus 40 darf im Vergleich zu den im GEG festgelegten Standards maximal 40 Prozent betragen. Der maximale Prozentsatz für den Transmissionswärmeverlust liegt bei 55 Prozent.

None
Effizienzhaus 40 Plus (EH40+)

Ein Effizienzhaus 40 Plus erfüllt die Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 und verfügt aber zusätzlich über folgendes Plus-Paket:

  • Eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien
  • Ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher)
  • Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface

Erneuerbare-Energien-Bonus (EE) und Nachhaltigkeits-Bonus (NH)

Sowohl für das Effizienzhaus 55 als auch für das Effizienzhaus 40 und 40 Plus gibt es zusätzlich einen Bonus, wenn die Kriterien für die zusätzliche Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder Nachhaltigkeits-Klasse (NH) erreicht werden. Hier beträgt der mögliche Kreditbetrag 150.000 Euro (statt sonst 120.000 Euro) und der (Tilgungs-)Zuschuss ist jeweils 2,5 Prozent höher als in der klassischen Effizienzhaus-Variante.
Voraussetzung für die Erneuerbare-Energien-Klasse ist, dass mindestens 55 Prozent regenerative Energie zur Wärmeversorgung des Gebäudes beiträgt oder ein Nachhaltigkeitszertifikat für das Effizienzhaus ausgestellt wird.

Zukünftig ist der Bauherr eines Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus nicht mehr verpflichtet den KfW-Kredit mit zu beantragen und in Anspruch zu nehmen, sondern kann sich die Förderung nach Fertigstellung seines Hauses auszahlen lassen. 

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?
hilfreich für 7 von 9

Unser Partnernetzwerk –
auch in Ihrer Nähe.

Sie möchten mehr über uns erfahren? Kontaktieren Sie Ihren regionalen Ansprechpartner und lassen Sie sich individuell beraten!

Jetzt Termin vereinbaren
Bauplaner
Regionalen Ansprechpartner finden.

Unsere beliebtesten Häuser

BGL 154

BGL 114

STV 157

STV 133

Bis 96.250 € sparen

EFH 190

EFH 147

Bis 96.250 € sparen

EFH 144

BHS 182

BHS 146

Unsere Serviceangebote

Ytong Bausatzhaus zum Anfassen

KfW-Förderung und EnEV

None

Risiken absichern - während und nach dem Hausbau

Broschüren herunterladen und Videos ansehen

None

Das BHS 182 endecken

Fachbegriffe rund um den Hausbau

None
0