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KfW-Förderung und EnEV

Energieeinsparung, die sich rentiert

Es ist ein ehrgeiziges politisches Ziel: Bis 2050 soll in Deutschland ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Eins der wichtigsten rechtlichen Instrumente zur Umsetzung ist die Energieeinsparverordnung (EnEV).

Sie schreibt bautechnische Standardanforderungen zum Betriebsenergiebedarf von Gebäuden vor – so auch für die Sanierung und den Neubau von Wohnbauten. Dabei werden sowohl die Energieeffizienz der Gebäudehülle als auch der Heizungsanlage berücksichtigt. Die Hauptanforderungsgrößen sind der Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu einem identischen Referenzgebäude sowie der Wärmeverlust über die Gebäudehülle. Am 01.01.2016 verschärften sich die in der EnEV 2014 festgelegten Mindeststandards. Daher wird landläufig von der EnEV 2016 gesprochen.

KfW-Förderung

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert als öffentlich-rechtliche Bank u. a. den Bau von energieeffizienten Wohnhäusern mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Bei dem Förderprogramm „Energieeffizientes Bauen“ gilt: Je geringer der Energiebedarf der neuen Immobilie, desto höher der Tilgungszuschuss. Zur Bewertung hat die KfW drei Effizienzhaus-Standards festgelegt: KfW-Effizienzhaus 55, KfW-Effizienzhaus 40 und KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Sie orientieren sich an den in der EnEV festgelegten Werten zum Jahresprimärenergiebedarf. Die Ziffer gibt an, wie viel Prozent des nach Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigen Energieverbrauchs das jeweilige Effizienzhaus verbraucht: Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 beispielsweise liegt der Energiebedarf bei 55 Prozent des Referenzgebäudes. Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz der Wohnimmobilie und desto höher die KfW-Förderung.

Der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses wird durch bauliche und anlagentechnische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie durch die Einbindung erneuerbarer Energien erreicht.

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Referenzgebäude nach EnEV

Das Referenzgebäude dient zur Ermittlung des geforderten Primärenergiebedarfs des geplanten Gebäudes. Es ist in Geometrie, Nutzfläche und Ausrichtung identisch. Für die Energiebedarfsberechnung werden die in der EnEV genannten Werte angesetzt. Im Vergleich kann dann die Einhaltung des Jahresprimärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlusts – also des Wärmeverlusts über die Gebäudehülle – des geplanten Gebäudes nachgewiesen werden.

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KfW-Effizienzhaus 55

Erfolgt der Nachweis für den energetischen Standard über eine Energiebedarfsberechnung, darf der Primärenergiebedarf maximal 55 Prozent und der Transmissionswärmeverlust maximal 70 Prozent der in der EnEV geforderten Werte betragen. Alternativ kann das KfW-Effizienzhaus 55 über die Einhaltung von baulichen und anlagentechnischen Anforderungen nachgewiesen werden, die durch die KfW festgelegt sind.

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KfW-Effizienzhaus 40

Der Primärenergiebedarf eines KfW-Effizienzhauses 40 darf im Vergleich zu den in der EnEV festgelegten Standards maximale 40 Prozent betragen. Der maximale Prozentsatz für den Transmissionswärmeverlust liegt bei 55 Prozent.

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KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllt die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 und verfügt über folgendes Plus-Paket:

  • Eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien
  • Ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher)
  • Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface
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